Immer mehr Menschen fühlen sich kraftlos, überlastet, sind nervös und gestresst. Von diesen Erschöpfungszuständen zum Burnout ist es ein kleiner Schritt und wenn vom Burnout-Syndrom die Rede ist, handelt es sich nicht etwa um einen Modetick, sondern um ein ernst zu nehmendes seelisches wie körperliches Problem. Seine Ursachen liegen in unseren viel zu hohen beruflichen, familiären und gesellschaftlichen Erwartungen.
Burnout, als Begriff in dieser Form knapp 20 Jahre alt, leitet sich historisch vom sprichwörtlich definierten „ausgebrannt sein“ ab. Das so genannte Burnout - Syndrom, die fachliche Bezeichnung des ausgebrannt seins, gilt ganz klar als Krankheitsbild, hat jedoch vielfach divergierende Indikationen als Ursache.
War es bis vor wenigen Jahren als so genannte Managerkrankheit apostrophiert und galt teilweise sogar als schickes „must“ eines Workaholics – der ja heute auch mit ganz anderen Augen gesehen wird – ordnet man dem Burnout - Syndrom mittlerweile wissenschaftlich einen fundierten Stellenwert, und für die Gesundheitspolitik, Prävention und Reparation, eine den soziodemographischen Gegebenheiten entsprechenden, wesentlich höhere Bedeutung zu.